INFO:
Geboren wurde ich in den Sechzigern in einer semi-musikalischen Familie, die den Klavieruntericht als
etwas
wichtiges betrachtet, was nicht meiner Meinung entsprach. Stattdessen vergriff ich mich schon früh
an Papas Plattensammlung, wo ich mich unter anderem mit dem Beatles-Virus infiszierte. Später habe ich
in diversen Punk-Ska-Wave Bands diverse Instrumente gespielt und ein paar (ziemlich schlechte)
Konzerte(unter anderem im Fri-Son (Fribourg) und in Dornbirn (Ö) gegeben.
Um 86 begann ich meinen Sadismus als DJ Styropor auszuleben indem ich die unvorbereiteten
Partybesucher mit einer üblen Mischung von 70’ties Disko und bescheuerten deutschen Schlagern
belästigte. Seit dann habe ich immer gerne auch Partys und illegale Bars (Bärchen, Hänsel&Gretel)
organisiert, meistens in einem kleinem Rahmen. 1991 begann ich als Styro2000 House und Techno
aufzulegen. 1992 gründeten DJ Viola, Triple-P (Phillip Anz) und ich das Kisag Kollektif. In dieser Formation
machten wir diverse Partys an diversen Orten (Velotunnel Enge, Soho-Keller usw). Während dieser Zeit
wurde mein musikalischer Output immer hörbarer, und so gelangten erste Produktionen von meinem
Studio zuhause auf Tonträger in die Öffentlichkeit. Mit dem Produzieren zuhause wuchs auch die Lust,
Live etwas zu machen. Am 24 Februar 95 unten im SoHo-Keller an der Konradstr. spielte ich zu ersten mal
Live im Rahmen einer Anarres-Techno-Party. Mit diesem Setup bestritt ich seitdem diverse Auftritte, unter
anderem im Volkshaus, Kaffee Mokka (Thun), Rote Fabrik und an diversen weiteren Orten. Weitere
Aktivitäten im Musikkuchen umfassten diverse Texte über Techno&House im Forcast und im Techno-Buch
(Verlag Ricco Bilger), die Musikredaktion im Let’s Dance (DRS3) in den Jahren 98-00 und die Organisation
des Lethargy-Festivals in der Roten Fabrik . Neben diesen mehr Party-Orientierten Tätigteiten machte ich
in den letzten Jahren noch Musik für diverse Filme und Kunstvideos, so zum Beispiel für “Wild Boy”
(Stephan Jung) und “Rave New World” (Dani Gasser).
1996 bekam ich den „silbernen Hasen“ vom 10vor10 (SF-DRS) und Hochparterre für den zweiten Platz
bei der Auswahl des besten Schweizer Songs. Aus meiner Live -Tätigkeit entstand auch der Wunsch ein
für Techno-Performances massgeschneidertes Instrument zu bauen, da die Industrie nur Instrumente für
den Massenmarkt baut, die dann nicht auf das experimentelle-spontane das einen Live-Auftritt
auszeichnen soll, ausgerichtet sind. So begann ich um 1998 mit der Entwicklung des Digilog-Sequenzers,
bei dem sich der Zürcher Popkredit auch finanziell engagiert hat. Seit 1999 ist dieser Sequenzer bei
meinen Live-Performances im Einsatz, sei es allein als styro2000 oder mit Roland Widmer (aka DJ Bang
Goes) als „die Galoppierende Zuversicht“. In 2004 wurde die Basta EP von “die galoppierende Zuversicht’ auf
Bruchstücke released, die im Undergrund sich gewisser Beliebtheit erfreut und für ein Sonys-Playstation-Spiel als
Soundtrack lizenziert wurde.
In dieser Formation, oder als DJ bin ich heute häufig in der Schweiz und manchmal im Ausland
(D,Ö,Türkei, China, Kanada, USA, Mexico) unterwegs, um mit experimentell-grooviger/minimaler Musik die
Clubs, Parties und subkulturelle Keller zu beschallen.